Berliner Rap is immer noch der Beste. Nicht, dass man es irgendwem beweisen müsste. Kann man aber trotzdem machen.
Deshalb wird am 21.3. der Privatclub in Kreuzberg zerlegt. Nur zu Demonstrations-zwecken.
Alle Acts sind jung, gutaussehend und verhaltensauffällig. Westberlins und ostberlins Finest auf einer Bühne. Dafür haben sie damals in Leipzig demonstriert.
MC Bomber, P-Berger Punchliner und Untergrund-Sensation (Obacht!).
Der Junge bekommt gerade sehr viel Aufmerksamkeit. Also kriegt ihn ausnahmsweise mal einer, der ihn auch verdient.
TäSH Potatoes & yano2D (K383-Crew), die in ihrem ganzen Leben noch nicht ein einzigen Weasel gegeben haben und Druffies durch den Club schmeißen.
Support: MXM & Pavel aka Obst, die jüngsten Old-School-Representer in Berlin. Wie Bomber aus dem Hause Upstruct, ebenso puristisch und dope.
Bomber und K383 spielen mit ihrer sexy Live-Band.
Und es wird auch Special Guests geben. Als wäre das Line-Up nicht schon spezial genug…
Die Golden Era ist jetzt. Es wird das Konzert, um das eure Kinder euch beneiden werden. Es wird sehr ehrlich. Es wird sehr laut. Es wird sehr schön.
Es wird auf jeden Fall auch sehr feucht. Frag deine Schwester.
Die meisten Rap-Fans kennen den Namen Döll vor allem in einem Duo-Zusammenhang: Zusammen
mit seinem Partner Nomis veröffentlichte der Darmstädter MC anno 2011 eine LP namens „Alles im Kasten“. Ein eigenwilliges, vielseitiges und vor allem dopes Album, das in einschlägigen Kreisen immer noch gern aus dem Regal geholt wird. Drei Jahre später ist Döll nun mit einem eigenen Projekt zurück: „Weit entfernt“ heißt seine von Kollege Schnürschuh, Brenk Sinatra, Dexter, Sterio und Gibmafuffi produzierte Solo-EP – und die trägt ihren Namen völlig zurecht.
Döll war nämlich im wahrsten Sinne des Wortes „weit entfernt“. Sein Studium führte ihn vom heimischen Südhessen nach Spanien, wo er zwei Jahre verbrachte – plus zwei „Auslandssemester“ in Stuttgart. „Ein weiteres gemeinsames Album war zwar angedacht“, erklärt Döll. „Aber wie das nun mal so ist, wenn man zweitausend Kilometer voneinander entfernt lebt, war das nicht so einfach.“ Der ursprüngliche Plan, das zweite Album zum Großteil aus Solo-Tracks der beiden bestehen zu lassen, ging letztendlich nicht auf – und Döll entschloss sich, eine eigene EP aufzunehmen.
Die sechs Stücke auf „Weit entfernt“ unterscheiden sich dann auch deutlich von seinem Schaffen im Crew-Verbund: der Boombap-Sound ist souliger, die Stimmung nachdenklicher, die Texte persönlicher – so beschäftigt sich zum Beispiel „Was mir auffällt“ eindringlich und im besten Sinne des Wortes deep mit einer Beziehung. „Wenn man zu zweit Musik macht, macht das natürlich sehr viel Spaß, aber es ist letztendlich doch immer eine Kompromisslösung. Die Herangehensweise ist alleine einfach eine ganz andere, man ist viel freier. Die EP dreht sich jetzt eben um Dinge, die mich ganz persönlich beschäftigen. Und aus meiner Perspektive ist die EP auch mein erstes Lebenszeichen als Solo-Künstler.“